Was bedeutet für uns Respekt online und offline?

Mit dieser Frage hat sich die Klasse 6b der Mittelschule Fuchstal im Rahmen einer Denkwerkstatt im Stadtmuseum Landsberg am Lech beschäftigt. Verena Gropper, selbst Lehrerin, leitete die Schülerinnen und Schüler mit Fragen und Arbeitsaufträgen durch eine lebhafte Diskussion.
Respekt zu zeigen bedeutet für die Klasse, andere ausreden zu lassen, sich zu grüßen, aufeinander zu achten. Den Willen und die Rechte anderer zu respektieren und keine Bilder von anderen zu teilen, ohne sie zu fragen. Keine Bilder zu bearbeiten, hochzuladen und sich lustig zu machen. Niemanden zu beschimpfen, zu schlagen, zu beleidigen oder unter Druck zu setzen.
Schnell wurde klar, wie präsent „Hate-Speech“ in ihrem Alltag ist. Negative Kommentare, Beschimpfungen, Mobbing, Respektlosigkeit – gerade in den sozialen Medien. Denn das Schreiben fiele wohl leichter, als jemandem etwas Böses ins Gesicht zu sagen. Egal, ob im wahren Leben oder online: Die Geschichten der Schülerinnen und Schüler ließen erkennen, wie sehr Kommentare treffen, verletzen, traurig machen.
Und wie geht man nun mit respektlosen Menschen um? Muss man sich Respekt verdienen oder hat jeder das Recht auf Respekt? Können wir Menschen dazu bringen, Respekt zu lernen, indem wir Größe zeigen und sie respektvoll behandeln? Oder begegnen wir respektlosen Menschen auch ohne Respekt? Hier scheiden sich die Geister der Kinder.
Zum Abschluss der Denkwerkstatt setzten die Schülerinnen und Schüler ihre Gedanken zum Thema „Respekt“ in kleine Kunstwerke um:
Jeder darf so sein und so aussehen, wie er oder sie will. Man braucht nicht die coolsten Sachen und das neueste Handy, um etwas Besonderes zu sein.
Bevor wir etwas posten schwirren unzählige Gedanken und Gefühle durch unseren Kopf: Wie werden die anderen reagieren?
Respekt ist immer wichtig, ob im Internet oder im echten Leben.
Wie toll wäre es, wenn es einen Respektlosigkeitsfänger gäbe?
Wenn Menschen zusammenhalten, können sie Schluchten überwinden und das Ziel erreichen.



