Städtische Museen

Landsberg am Lech

Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute

Wanderausstellung des Memoriums Nürnberger Prozesse, 2.10. bis 1.11.2026

Düsteres Plakat zur Ausstellung "Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute"© Memorium Nürnberger Prozesse

Rechtsterrorismus ist eine Bedrohung in Deutschland und weltweit. Die damit verbundene Gewalt richtet sich gegen einzelne Personen und Bevölkerungsgruppen und damit letztlich gegen die gesamte Gesellschaft. Rechtsterroristinnen und Rechtsterroristen planen und begehen Angriffe, Anschläge und Morde. Ihre Absicht ist es, Staat und Gesellschaft zu schwächen und ein Klima der Angst zu erzeugen.

Die Ausstellung beschäftigt sich mit über 20 internationalen und regionalen Fällen rechtsterroristischer Gewalt und ordnet sie historisch ein - darunter das Oktoberfestattentat 1980 und die Morde der NSU zwischen 2000 und 2007. Ein besonderer Fokus liegt auf den Opfern und Angehörigen rechtsterroristischer Verbrechen, ihren Erfahrungen von Trauer, Trauma und Anerkennung. Zugleich wird der juristische und gesellschaftliche Umgang mit den Verbrechen hinterfragt.

Begleitprogramm

Unter Grund: Lesung und Musik

Szene der musikalischen Lesung vor blauem Vorhang: Links Maxi Pongratz mit Akkordeon, rechts Annegret Liepold beim VorlesenMusikalische Lesung mit Annegret Liepold und Maxi Pongratz © Hans Grünthaler

In ihrem Roman "Unter Grund" zeichnet Annegret Liepold den schleichenden Einstieg in rechtsextremes Denken nach und beleuchtet die Folgen von familiärem und gesellschaftlichem Schweigen. Annegret Liepold erhielt für ihren Roman zahlreiche Auszeichnungen. Sie arbeitet am Literaturhaus München für die Bayerische Akadamie des Schreibens. Ihre Lesung wird musikalisch begleitet von Maxi Pongratz.

Donnerstag, 15.10.2026, 19 Uhr im Stadtmuseum Landsberg am Lech, Eintritt frei

Öffentliche Rundgänge

Öffentliche Rundgänge durch die Ausstellung "Rechtsterrorismus" finden statt am

  • Donnerstag, 8.10.2026, 18-19 Uhr
  • Samstag, 17.10.2026, 11-12 Uhr
  • Donnerstag, 22.10.2026, 18-19 Uhr
  • Samstag, 31.10.2026, 11-12 Uhr

Kosten: 4 Euro pro Person und Eintritt
Anmeldung zu den Rundgängen bitte unter 08191/128 360 oder per E-Mail an stadtmuseum@landsberg.de 

"Augen auf!" Game für Schulklassen und Ausstellungsbesuch

Illustration einer Männerfigur mit verschränkten Armen, darüber ein Augensymbol und die Aufschrift "Augen auf!"© Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Strategien von rechtsextremistischen Gruppierungen in den sozialen Medien erkennen

Die Schulklasse spielt unter Anleitung das von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit entwickelte Game "Augen auf!": Sie agiert mit einem fiktiven Influencer, der sich zuerst als Naturschützer ausgibt, dessen wahre Agenda jedoch nach und nach erkennbar wird. Die Jugendlichen lernen rechtsextreme Strategien zu durchschauen und Sensibilität für extremistische Sprache zu entwickeln. Welche tödlichen Folgen für die reale Welt eine Radikalisierung im Netz haben kann, zeigt der anschließende Ausstellungsbesuch. Die Attentäter von Christchurch und München haben sich im Internet radikalisiert. In einem abschließenden Gespräch trägt die Klasse Gegegnstrategien zusammen.

Alle Schulen, 8. bis 10. Klasse
Dauer: 120 Minuten
Gebühr: 4 Euro pro Schülerin/Schüler
Buchung: nina.kiel@landsberg.de 

Stadtmuseum Landsberg am Lech
Von-Helfenstein-Gasse 426
86899 Landsberg am Lech

Öffnungszeiten
Mittwoch-Sonntag 10 - 18 Uhr

Bürozeiten
Montag-Freitag 8 - 12 Uhr

Kontakt
08191/128360
stadtmuseum@landsberg.de

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