Städtische Museen

Landsberg am Lech

Zwischen Zukunftsvisionen und Planungsrückschritten

Meilenstein Konzeptvorstellung im Stadtrat

29.10.2019

Am Mittwoch, 23.10.2019, hat Museumsleiterin Sonia Fischer unser Konzept für die neue Dauerausstellung bzw. für das Museum im Stadtrat vorgestellt. In einem Ortstermin konnten sich Stadträte und Presse über Raumplanungen und Themenfelder, aber auch über den schlechten Zustand des Hauses informieren lassen. Eines ist ganz klar sichtbar: Es ist höchste Eisenbahn, das Haus in Ordnung zu bringen. Putz rieselt von den Wänden, Fassade wie Innenwände leiden unter Wasserschäden, Holzfenster beginnen langsam zu zerfallen, Beleuchtung, Leitungen und Heizung sind in die Jahre gekommen. Wann also fällt der Startschuss, um dieses schöne 327 Jahre alte Gebäude wieder flott und zugänglich zu machen?

In der Stadtratssitzung selbst stellte Sonia Fischer außerdem Ziele der Neukonzeption, das neue Museumsleitbild und einen Zeitplan vor sowie die bereits abgearbeiteten Vorbereitungsschritte. Nachdem eine museumsfachliche und eine bauliche Machbarkeitsstudie bestätigt hatten, dass unser Standort im ehemaligen Jesuitengymnasium aus historischer und ausstellungsplanerischer Sicht optimal und die Problematiken Brandschutz und Barrierefreiheit lösbar sind, gab ein Stadtratsbeschluss grünes Licht für Konzeptentwicklung und Ertüchtigung am bisherigen Standort. Daraufhin haben wir ein 150seitiges Konzept erarbeitet und mit Fachwissenschaftlern, Museumskollegen und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern abgestimmt. Ergebnisse der Besucher- und Nichtbesucherstudien flossen dezidiert in die Planungen ein. Das Museum ist geräumt, wir stehen in den Startlöchern.

Das Konzept konnte punkten. Und trotzdem gibt es kein „GO“. Stattdessen wird die Standortfrage von neuem gestartet. Die Museumsentwicklung scheint blockiert, aber nicht nur für uns, die wir bereits so viel Arbeit in das Projekt gesteckt haben, wäre dieser Rückschritt schwierig, sondern auch für die Landsberger Bürger und Schüler, die ihr Museum als identitätsstiftenden Ort und Bildungseinrichtung wohl so schnell nicht zurückbekommen werden.

Es bleibt zu hoffen, dass der Stadtrat am 13. November der Kultur und Geschichtspflege grünes Licht gibt.

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