Städtische Museen

Landsberg am Lech

Funniest Hack und Everybody's Darling

Erfolg beim Kultur-Hackathon Coding da Vinci

Vergangenen Samstag, 18.5., ging die sechswöchige Sprintphase von Coding da Vinci mit der Preisverleihung in Nürnberg zu Ende. Und das mit großem Erfolg. 18 Projekte haben sich von ersten spontanen Ideen zu spannenden Webseiten, Apps und Anwendungen gemausert. Sichtlich beeindruckt schlängelten sich Datengeber und Teilnehmer an den Präsentationstischen entlang, ließen sich die Projekte erklären und testeten, was das Zeug hält. Beispielsweise die Craftspeople App, die Arbeitsabläufe historischen Handwerks in Form eines Spiels erfahrbar macht. Im Femtett Adventure Game können Geschichtsdetektive Rätsel lösen und bedeutende Frauen der Geschichte kennenlernen. Die Schmankerl Time Machine stellt dem Nutzer ein spannendes Menü aus 150 Jahren Münchner Wirtshausgeschichte zusammen und liefert gleich noch Rezepte zum Nachkochen.

Das Team Jesuitentafeln, genauer gesagt die Graphikdesigner Kelvyn, Michael, Georg und Robi und Archivarin Anna, präsentierte ihre interaktive Installation zum Tasten, Sehen und Hören. Sie kombiniert digitale und analoge Elemente und erzählt in moderner Sprache  Geschichten ausgewählter Jesuiten. Auf einem Holzpodest mit einer Art Theater- oder Altarkulisse stehen vor einem Bildschirm sieben kleine Holzfiguren für (vorläufig) sieben Jesuiten. Platziert der Besucher eine Figur auf einem Sensor, startet die zugehörige Erzählung von knapp einer Minute über Herkunft, Wirken und schließlich Tod des Jesuiten, begleitet durch eine stimmungsvolle und dezente Animation auf dem Bildschirm. Erreicht die Geschichte die Stelle, an der der Jesuit zu Tode kommt, sorgt ein Elektromagnet für einen kleinen magischen Moment mit Überraschungseffekt: die Holzfigur kippt wie von Geisterhand um.

Der eigene Anspruch des Teams war es, eine lebendige, spielerische, moderne Umsetzung zu finden und dabei "dem Jesuitenorden nicht auf den Schlips zu treten“, der das Projekt unterstützt hat. Eine Gratwanderung, die sie mit dezenter Ästhetik und einer kleinen Prise dunklen Humors bewältigt haben.

Als die Jury am späten Nachmittag die Sieger der Preise Most Technical, Most Useful, Best Design und Funniest Hack bekannt gibt, sind alle gespannt. Philipp Grammes, Digitalchef bei Bayern 2, betont die Schwierigkeit, ein Projekt für die Kategorie Humor auszuwählen, speziell, wenn das Projekt mit dem Tod zu tun hat, da helfe es ungemein, wenn der ganze Saal lacht, weil ein kleines Holzmännchen umfällt. Damit ist die Sache klar: Kelvyn, Michael, Georg, Robi und Anna gewinnen den Preis als Funniest Hack! Das Publikum legt noch eine Schippe drauf und wählt sie zusätzlich zum Everybody’s Darling.  

Ein wunderbares Lob für ihre kreative, technische und handwerkliche Arbeit. Und ein großer Erfolg für das Stadtmuseum, das damit nicht nur als einziges bayerisches Museum vergleichbarer Größe ein Projekt an Land gezogen hat, sondern auch noch ein doppelt prämiertes Projekt. Zukünftig wird die interaktive Installation die Abteilung „Jesuiten in Landsberg“ in der neuen Dauerausstellung ergänzen.

Für alle, die sich für die Vielzahl an Projekten interessieren, sei die Website von Coding da Vinci wärmstens empfohlen. Dort finden sich neben den Projektbeschreibungen auch Links zu den entstandenen Webseiten, Spielen und Apps – Ausprobieren ausdrücklich erwünscht!

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
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