Städtische Museen

Landsberg am Lech

Erste Schritte mit Scrum

Scrum

Januar 2020

Von Sonia Fischer und Anna Leiter

Zum Start ins neue Jahr hat das Museumsteam eine neue agile Methode eingeführt: Scrum. Was das ist? Das ist eine Methode, Projekte zu organisieren. Sie zeichnet sich durch Selbstorganisation, eine hohe Kommunikation, flache Hierarchien und hohe Anpassungsfähigkeit aus. Scrum wird schon lange in der Entwicklung von Software eingesetzt. Klappt das auch im Kulturbereich?

Da wir ein Raumbuch erstellen wollten, das unsere Nutzerwünsche für den optimalen Museumsbetrieb zusammenfasst, schien uns die Aufgabe geeignet, es mit dieser Methode zu entwickeln. Am Ende steht ein fertiges Produkt (das Raumbuch), das den „Kunden“, also den Kollegen im Bauamt, den Planern wie Architekten, Ingenieuren, Brandschützern oder Ausstellungsgestaltern und den Stakeholdern zur Verfügung steht.

Das Dokument fasst unterschiedliche Anforderungen zusammen, die es bei der Sanierung zu bedenken gilt: Welche Funktionseinheiten sollen in den Räumen untergebracht werden, wie groß sind sie? Gibt es Ausstattungswünsche, z.B. akustischer Art oder was den Lichtschutz betrifft? Welches Klima brauchen wir in den Service-Bereichen, welches in der Ausstellungsfläche und wo liegen die höchsten Anforderungen zum Schutz der Objekte? Wie wird das Haus barrierefrei? Welche Sicherheitsvorkehrungen müssen getroffen werden?

All dies beantwortet nun ein Raumbuch, das wir am 24. Januar im „Review“ stolz vorgestellt haben. Es gibt Übersicht zum aktuellen Planungsstand und wird sich mit Fortschreiten der Planungen natürlich weiter entwickeln.

Und wie fand das Museumsteam die neue Arbeitsmethode? Die Mitarbeiter waren mit Begeisterung dabei. Jeder wusste, was er detailgenau machen sollte. Alle sind nun über das Projekt optimal informiert, der kommunikative Aufwand ist größer als bei vergleichbaren Projekten, lohnt sich aber! Die Arbeit geschieht bei Scrum so fokussiert, dass innerhalb kurzer Zeit Arbeitsergebnisse abgeschlossen vorliegen. Das motiviert!

Manche Schritte, wie das Schätzen des Arbeitsaufwandes und die Verteilung der Arbeitspakete, fühlten sich noch ungewohnt an. Wir haben uns aber entschieden, bei geeigneten Projekten die Methode in jedem Fall weiter „zu üben“ und einzusetzen.

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