Städtische Museen

Landsberg am Lech

Tagung in Kooperation mit dem IfZ, München – Berlin

Die Weimarer Republik und Adolf Hitler, 1919 – 1932. Bilanz der Forschung und neue Perspektiven


Am 1. April 1924 trat der 34jährige Adolf Hitler, der seit dem Putschversuch vom November 1923 in Untersuchungshaft gesessen hatte, in der Strafanstalt Landsberg seine im „Hitler-Ludendorff-Prozess“ verhängte „Festungshaft“ an. Schon Mitte Dezember 1924 wurde der rechtsextreme Agitator, der privilegierte Haftbedingungen genossen hatte, auf Bewährung entlassen. Die bayerische Justiz erwies sich gegenüber der nationalsozialistischen Bedrohung als äußerst milde.

100 Jahre danach veranstalten das Stadtmuseum Landsberg und das Institut für Zeitgeschichte München–Berlin eine Tagung, die das wechselseitige Verhältnis von Hitler und der Weimarer Republik thematisiert. Dabei geht es darum, den Stand der Forschung zu bilanzieren und neue wissenschaftliche Ansätze aufzuzeigen.

Panel 1 widmet sich dem Aufstieg Hitlers und der NSDAP in der Anfangsphase der Republik bis zum Novemberputsch. Panel 2 nimmt die Landsberger Haft und den späteren Umgang mit ihr in den Blick. Panel 3 behandelt zentrale Inhalte und die Weimarer Wirkungsgeschichte von „Mein Kampf“, der in Landsberg begonnenen Programmschrift Hitlers. In Panel 4 wird abschließend der erneute Bedeutungsgewinn der NSDAP in der Mittel- und Endphase der Republik bis ins Jahr 1932 beleuchtet.

Nationale und internationale Spezialistinnen und Spezialisten werden diese Themenfelder anhand zentraler Fragestellungen analysieren. In einem Abendvortrag am 14. März wird Prof. Andreas Wirsching, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte, Hitlers Aufstieg in der Weimarer Republik zudem in eine international vergleichende Perspektive stellen.

Die kostenlose Teilnahme an der Tagung am 14./15. März 2024 im Historischen Rathaus erfordert eine Online-Anmeldung.